Ein Kind wird geboren ...
... in eine Welt, die weit ist und schön. Voller Leben: Pflanzen,
Tiere, Menschen.
... eine Welt voller Gefahren, voll enger Gedanken, voll Mauern.
... eine Welt der Gewalt, in der Menschen sich missachten,
niedermachen, töten.
... eine Welt, in der ein Mensch, ein Kind nichts gilt; - oder ganz viel.
... eine Welt, in der für die einen zuwenig da ist und für die anderen zuviel.
Sollen wir ein Kind für diese Welt bekommen?, fragen sich viele mögliche Eltern. Manche entscheiden sich dagegen. Andere trauern um die Kinder, die sie nicht bekommen können oder um die, die sie verloren haben.
Ein Kind wird geboren.
Mitten im kalten Winter der kalten Welt.
Gott sagt „Ja“ zu diesem Kind.
Auch die Mutter sagt: Ja.
Ein Ja, das gegen alles steht, was gegen diese Geburt spricht.
Ein Ja der Hoffnung.
Bestimmt hat sie nicht immer mit diesem verträumten Blick an ihr Kind gedacht.
Sie mag Freude darüber empfunden haben. Aber auch Angst:
Wird alles gut gehen? Wird dieses Kind gesund sein? Was wird aus ihm werden? Was wird es erreichen? Was wird es bewirken? Wie wird sein Leben sein?
Freude, Hoffnung, aber auch Angst sind verbunden mit der Geburt eines Kindes.
Dieses Kindes – Immanuel – „Mit uns ist Gott“ verheißt sein Name.
Lebendige Hoffnung! Gott hält sein Versprechen:
Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft liegt auf seiner Schulter. Und er heißt: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende... dass er’s stärke durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. (Jes 9,5-6a)
Etwas Neues beginnt:
Mitten in Hass und Gewalt kommt Gott in einem bedürftigen Kind zur Welt.
Er rührt unser Herz an, verändert uns und die Welt.
So können auch wir die Welt verändern.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Ihre Pastorin